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Die Geschichte der Perleninsel

Die Ureinwohner der Insel waren die Guaiqueri-Indianer. Sie lebten vom Fischfang und schmückten sich gerne mit einem Nebenprodukt der Muscheln, den Perlen.

Als Christoph Kolumbus 1498 das Eiland entdeckte, fielen ihm und seinen Leuten dieser seltene Schmuck sofort auf. So begann die Ausbeutung der reichen Perlenbänke vor Margarita und der Nachbarinsel Cubagua. Hier war es auch, wo die erste Siedlung der Spanier entstand, Nueva Cádiz genannt. Seit Anfang des 16. Jahrhunderts wurde die Plünderung der seltenen Schätze systematisch vorangetrieben.

Wo die karibischen Indianer anfangs noch freiwillig für ihnen unbekannte Tauschobjekte (Messer, Kleidungsstücke etc.) nach Perlen tauchten, wurde bald schon brutale Gewalt ausgeübt:

Die Taucher mußten, mit einem Stein an den Beinen beschwert, rasch zu den Perlen- und Austernbänken hinabsinken, kleine, um den Nacken befestigte Körbe füllen und sich dann mit Hilfe eines Seiles wieder hochziehen lassen. Viele ließen in der Tiefe ihr Leben. Außerdem waren die Perlengründe schnell erschöpft.

Ein großes Erd- und Seebeben machte die Inseln Margarita, Coche und Cubagua im Jahre 1541 unbewohnbar und ließ das Interesse der europäischen Ausbeuter für lange Zeit erlahmen. Die Augsburger Kaufmannsfamilie der Welser erhielt Anfang des 16. Jahrhunderts das ganze Gebiet des heutigen Venezuela von Kaiser Karl V. als Lehen. Die Versuche, es zu einer wirtschaftlich einträglichen Kolonie zu machen, scheiterten jedoch.

1577 kam das Land wieder unter spanische Verwaltung. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts begann das Bestreben nach Unabhängigkeit der mittlerweile im Lande geborenen weißen Siedler. Dadurch wurden auch die aus Afrika importierten schwarzen Sklaven zum Aufstand ermutigt. Die Bewegung auf den Inseln war natürlich fest verknüpft mit dem Unabhängigkeitsprozeß auf dem venezolanischen Festland.

Der Kampfesgeist der Inselbewohner brachte Margarita, Coche und Cubagua die Bezeichnung Nueva Esparta (Neu-Sparta) ein. Dieser Provinzname stand auch auf der 1811 unterzeichneten Unabhängigkeitsurkunde Venezuelas. Die erste Republik hielt jedoch den immer noch zahlreichen Anhängern der spanischen Krone nicht lange stand und der Kampf ging noch einige Jahre weiter. Erst im Jahre 1821 gelang es Simon Bolivar endgültig, dem Land die Unabhängigkeit zu sichern.

Zu Helden der kriegerischen Wirren auf der Insel gehörten vor allem der Gouverneur Nueva Espartas Juan Bautista Arismendi und der General Santiago Marino.

Unter dem großen Befreier Bolivar schlossen sich Venezuela, Kolumbien und Ecuador zur Republik Großkolumbien zusammen. Nationalistische Kräfte ließen jedoch den Traum von einem vereinten Südamerika scheitern.

Venezuela trat 1829 aus der Republik Großkolumbien aus und veranlaßte Bolivar zur Abdankung. Seit Anfang dieses Jahrhunderts vergrößerten die Nordamerikaner ihren Einfluß im südlichen Amerika und die US-Dollar flossen auch nach Venezuela.

Die Entdeckung verschiedener Bodenschätze, insbesondere jedoch schier unerschöpflich erscheinende Erdölvorkommen eröffneten ungeahnte Perspektiven. Der Lebensstandard der Durchschnittsbevölkerung stieg erheblich. Aufgrund des schwarzen Goldes wurden andere Industriezweige sowie die Landwirtschaft völlig vernachlässigt. Lebensmittel mußten in das fruchtbare Land importiert werden. Venezuela geriet in die Abhängigkeit eines einzigen Produkts - des Erdöls.

An dem als Schwarzen Freitag bekannten 18. Februar 1983 stürzte das ganze System wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Die Freigabe der bisher staatlich subventionierten Preise löste eine ungeheuere Inflationswelle aus. Heute ist die Durchschnittsbevölkerung froh, wenn sie sich mit den lebensnotwendigen Gütern versorgen kann.

Die Isla Margarita wurde 1975 zum Freihandelshafen erklärt und dadurch zollfreies Einkaufsparadies.

1984 entdeckten der Münchner Betriebswirt Siegfried Gukerle und der damalige Frankfurter Kaufmann Rainer Tominski die Insel für den deutschen Tourismus, der sich in seither Jahren mit all seinen Sonnen- und Schattenseiten explosionsartig entwickelte.

Gabriele Heller M.A., Historikerin

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